Netzwerk - ProBeweis

Körperliche und sexuelle Gewalt ereignet sich nicht selten in der Partnerschaft, im Bekanntenkreis oder der Familie. Gerade in diesen Fällen ist es für die Betroffenen sehr schwierig sich sofort für eine Strafanzeige zu entscheiden. Häufig erfolgt eine Strafanzeige erst einige Zeit nach dem Ereignis.

Eine zeitnahe Untersuchung zur Dokumentation von Verletzungen und zur Spurensicherung ist für ein späteres Strafverfahren jedoch von großer Bedeutung.

In den Untersuchungsstellen des Netzwerkes ProBeweis wird Betroffenen von körperlicher oder sexueller Gewalt daher eine vertrauliche, kostenfreie und gerichtsverwertbare Untersuchung durch speziell geschulte Ärztinnen und Ärzte angeboten.

Angebot:

  • Kostenlose Untersuchung unter Gewährleistung der Schweigepflicht
  • Gerichtsverwertbare (Foto)Dokumentation von Verletzungen und Spurensicherung
  • Aufbewahrung der Beweismittel für mindestens 3 Jahre
  • Kontakt zu Opferunterstützungseinrichtungen
  • (Anonyme) telefonische Beratung

Wer kann sich an die Netzwerk- Kliniken  wenden?

  • Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt
  • Niedergelassene Ärztinnen/Ärzte und Klinikärztinnen/-ärzte
  • Opferunterstützungseinrichtungen: Frauenhäuser, Gewaltberatungsstellen, Beratungs- und Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt (BISS)
Falls das Opfer  schwerwiegende Verletzungen hat, die eine ärztliche Versorgung benötigen, soll umgehend ein Krankenhaus oder Arztpraxis aufgesucht werden mit der Bitte an die Ärztin/den Arzt um eine Fotodokumentation der unbehandelten Verletzungen. Auch nach der Behandlung ist eine Vorstellung in einer Untersuchungsstelle des Netzwerkes ProBeweis noch sinnvoll!!!

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