Trauma-Netzwerk

Opfer von Gewalttaten haben in vielen Fällen ein psychisches Trauma, also eine Verletzung der Seele erlitten. Eine seelische Wunde kann mit körperlichen Verletzungen durchaus insofern verglichen werden, als auch hier Pflege der Wunde und Zeit zum Heilen erforderlich sind. Wie auch bei körperlichen Wunden ist es wichtig zu verhindern, dass sich die Folgen der Verwundung als dauerhafte Beeinträchtigungen verfestigen.

Das Erleiden eines psychischen Traumas durch Gewalt ist ein so überwältigendes Erlebnis, dass die Seele Schutzreaktionen einsetzt. Betroffene erleben sich oft ganz anders als im Alltag. Die Situation wird unwirklich, „wie in einem Film“ erlebt, die Erinnerung daran kann zunächst fehlen. Betroffene können verwirrt sein, nicht mehr wissen, was geschehen ist, sich nicht mehr zurechtfinden und sich auf eine Weise verhalten, die für sie ungewöhnlich ist. Die seelische Gesundheit ist beeinträchtigt.

Es ist völlig normal, bei seelischer Verwundung Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bei körperlichen Wunden würde man sich ja auch in ärztliche Behandlung begeben.

Mit einem Informationsblatt wenden wir uns daher an die Betroffenen, die Gewalt erlitten haben. Für Beratung und Fragen steht unsere Koordinierungsstelle in unserer Hauptstelle in Hildesheim unter den Telefonnummern 05121/304-202 und 05121/304-738 zur Verfügung. Wir sind auch per E-Mail zu erreichen: Trauma-Netzwerk.Niedersachsen@ls.niedersachsen.de.

Das Trauma-Netzwerk Niedersachsen befindet sich derzeit noch im Aufbau. Sollte im Bereich Ihres / Deines Wohnortes noch kein Stützpunkt genannt sein, erfolgt eine gesonderte Beratung auch durch unsere Koordinierungsstelle unter den oben genannten Telefonnummern bzw. unter der oben genannten E-Mail-Adresse.