AWO – Beratungszentrum

AWO-Beratungszentrum
Beratungsbereich sexuelle Gewalt gegen Frauen und Männer


Julia Gniechwitz

Oldaustr. 32
38518 Gifhorn

Tel. 05371 7247-41



AWO-Beratungszentrum
Beratungsbereich Täterberatung


Jan Vahldiek

Oldaustr. 32
38518 Gifhorn

Tel. 05371 7247-41

 

Beratung für Menschen mit Gewalterlebnissen (im Rahmen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung)

Viele von Menschen erlittene Gewalttaten geschehen im sogenannten „sozialen Nahbereich“, d.h. in Partnerschaft und Familie. Oft handelt es sich dabei um körperliche Gewalt wie z.B. Schubsen, Festhalten, Schlagen und häufiger noch um Formen psychisch verbaler Gewalt wie z.B. Beleidigung, Eifersucht, Kontrolle, Missachtung und Entwertung. Gerade psychisch verbale Aggressionen werden in Umgangssprache ausgedrückt und es ist für Betroffene manchmal schwer zu sagen, wo hier Gewalt beginnt. Das Erleben von Gewalt (oft über lange Zeiträume hinweg) führt bei den Opfern in der Regel zu einer Reihe von psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Folgeproblemen wie z.B. Selbstwertverlust, Ängstlichkeit, Konzentrationsstörungen, Verlust von Selbstvertrauen, Schlaflosigkeit, sozialer Isolation.

Dabei kann die Gewalthandlung sowohl von Männern als auch von Frauen ausgehen. Das Angebot der Ehe-, Familien- und Lebensberatung kann Einzelnen, Paaren und ggf. auch Familien helfen, den aktuellen Gewaltkreislauf zu durchbrechen; insbesondere zurückliegende Erfahrungen können bearbeitet werden. Beratung will dabei unterstützen Konfliktbereiche miteinander zu klären, gewaltfreie Umgangsweisen und Kommunikationsformen in Krisen zu erwerben, konstruktiv und wertschätzend mit unterschiedlichen Auffassungen und Wahrnehmungen leben zu können.

Im Rahmen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung kann gewaltbereiten oder bereits gewalttätig gewordenen Männern bzw. Frauen eine dezidierte “Täterberatung“ angeboten werden. Voraussetzung hierfür ist die eindeutige Eigenmotivation. Dieses Beratungsangebot ist allerdings nicht für Männer und Frauen geeignet, die bereits im Körperverletzungsbereich einschlägig strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Bei diesem Personenkreis ist davon auszugehen, dass ein Therapiebedarf vorliegt, der von einer psychosozialen Beratung nicht geleistet werden kann.

Beratung gegen sexuelle Gewalt richtet sich an Frauen und Männer,…

…die in ihrer jüngeren oder weit zurückliegenden Vergangenheit Opfer sexueller Gewalt wurden.

Diese suchen – oft zum ersten Mal – eine Vertrauensperson, der gegenüber sie sich eine schwere Last von der Seele reden dürfen, die ihnen Glauben schenkt und ihr Leiden erkennt.

…die in ihrem gegenwärtigen Alltag sexuelle Gewalt erfahren.

Diese finden Unterstützung darin, die eigenen Empfindungen und Gefühle wieder wahr- und ernst nehmen zu können, um den Missbrauch zu beenden. Auch Betroffene, die auf eigenen Wunsch gerichtliche Verfahren einleiten, werden in Phasen begleitet.

Partner und Angehörige von Betroffenen

Für diese Ratsuchenden ist es in der Regel wichtig, Informationen, Hilfestellung und Orientierung bzgl. eigener Verhaltensunsicherheiten, die sich in der Beziehung zum Partner oder Angehörigen entwickelten, zu bekommen. Paare suchen uns auch gemeinsam auf.

Beratung gegen sexuelle Gewalt hilft

den eigenen Weg zur Stabilisierung zu finden und das Geschehene Stück für Stück zu verarbeiten. Dies kann unter Umständen auch ein langwieriger Prozess sein. Wir helfen Betroffenen dabei, ihrer eigenen Wahrnehmung wieder zu vertrauen, diese zu klären und zu stärken, ebenso Gefühle wie Schmerz, Trauer und Zorn zu spüren und auszudrücken. Wir helfen, wenn es darum geht, eigene Grenzen zu spüren und sie im Nachhinein wieder zu errichten bzw. zukünftig zu schützen. Anonyme Beratung – auch am Telefon – ist möglich. Wir begleiten kurze sowie auch lange Beratungsprozesse.